Liebe AGAPE-Gemeinde,
ich erinnere mich noch ganz genau an den Tag, an dem ich die Stellenausschreibung für die Kommunikationsstelle bei AGAPE gesehen habe. Damals hatte mir mein vorheriger Arbeitgeber gerade mitgeteilt, dass meine Stunden aufgrund finanzieller Schwierigkeiten gekürzt werden müssten. Ich bewarb mich auf die Stelle, während ich gleichzeitig an einem intensiven viertägigen Eheseminar teilnahm – in der Hoffnung, dass dieser Job mir eine neue Herausforderung und gleichzeitig finanzielle Sicherheit für meine junge Familie schenken würde.
Nach vielem Gebet hat Gott diese Tür geöffnet. Doch schon im ersten Monat bei AGAPE entschied sich meine Frau, sich von mir zu trennen. In dieser Zeit war AGAPE für mich weit mehr als nur ein Arbeitsplatz. AGAPE wurde zu einem sicheren Hafen, der mir Schutz gab – mitten im größten Sturm meines bisherigen Lebens. Das erste Männerwochenende, an dem ich 2023 teilnehmen durfte, war unglaublich wichtig für mich und meinen Weg mit Gott. Viele von euch – aus der Gemeindeleitung und aus der Gemeinde selbst – haben mir zugehört, mich ermutigt und mir ganz praktisch geholfen. AGAPE wurde zu meiner zweiten geistlichen Heimat, und ich bin unendlich dankbar für alles, was ihr in den vergangenen dreieinhalb Jahren für mich getan habt.
Natürlich gab es auch Höhen und Tiefen – das gehört zum Leben dazu. Ich konnte nicht immer alles so umsetzen, wie ich es mir vorgenommen hatte. Trotzdem habe ich es sehr geliebt, dieser Gemeinde dienen zu dürfen, und ich habe mein Bestes gegeben, etwas zu bewegen. Ich weiß inzwischen ziemlich gut, wo meine Schwächen liegen und wo Gott meine Stärken einsetzen konnte.
Gott weiß immer, wie er versorgt. Er wusste auch, wie groß meine Sehnsucht danach war, wieder mehr mit Menschen zu arbeiten und ihnen persönlich zu begegnen, statt die meiste Zeit vor einem Computer zu sitzen. Und weil Gott treu ist, nahm mein Leben im vergangenen Dezember eine völlig unerwartete Wendung, als mir eine neue Stelle angeboten wurde.
Da ich AGAPE neben dieser neuen Aufgabe nicht mehr so dienen könnte, wie ich es gerne würde, haben die Gemeindeleitung und ich gemeinsam entschieden, dass es Zeit ist, Platz für etwas und jemanden Neues zu machen. Ich gehe mit einem dankbaren Herzen und dem Wissen, dass diese Zeit für mich und – so hoffe ich – auch für die Gemeinde eine gute und fruchtbare Zeit war. Ich bin froh, dass ich diesen Abschnitt meines Lebens mit euch teilen durfte.
Von Herzen danke ich jedem Einzelnen von euch. Danke für eure Gebete, eure Unterstützung und eure Freundlichkeit. Möge der Gott des Friedens – der Einzige, der uns wirklich trösten kann – euch alle begleiten.
Und bis wir uns wiedersehen, möchte ich es mit den Worten des berühmten irischen Segens sagen:
„May God hold you in the palms of His hand.“
Euer Rob