Diese Woche wurde das Oktoberfest eröffnet. Seit Montag sind Christen gemeinsam unterwegs, um den Menschen von Jesus zu erzählen, ganz nach Markus 16,15: „Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium“ – ist die Welt gerade zu Gast in München. Und das wollen wir als Christen natürlich nutzen!
Viele Gemeinden aus München – unter anderem ICF, Hillsong, das Charismatische Zentrum, Gospel Life Center, das EVZ und die Agape – hatten den Gedanken, gemeinsam einen Outreach auf der Wiesn zu machen. Unser Wunsch war es, den Menschen ganz praktisch Gottes Liebe weiterzugeben, ihnen zu zeigen, dass sie wertvoll und einzigartig sind, mit ihnen über Gottes guten Plan für ihr Leben ins Gespräch zu kommen, für sie zu beten, Heilung und Wunder zu erleben und einfach zu sehen, wie Menschen durch Gottes Liebe verändert werden. Das Ganze lief seit dem Wiesn-Anstich und über die erste Wiesnwoche.
Am Montag waren Sibylle und ich vormittags auf der Alten Wiesn unterwegs. Das war richtig schön, weil wir wirklich mit Menschen beten und auch mit den Bedienungen ins Gespräch kommen konnten. Besonders gut kamen die coolen Klammern von Fabian an, auf denen Zusprüche standen wie: „Du bist einzigartig“, „Du bist wunderbar“, „Du bist geliebt“ oder „Du bist gut genug.“ Die Menschen haben sich darüber richtig gefreut.
Auch eure handgeschriebenen Lose waren eine große Bereicherung! Ich glaube, die können wir für viele andere Aktionen wiederverwenden oder auch neu starten. Es ist einfach etwas Besonderes, wenn jemand einem fremden Menschen handgeschrieben etwas Gutes mitgibt. Das hat viele Menschen sehr berührt.
Am Dienstagabend haben wir von der Agape aus den Outreach geleitet, und es waren wieder verschiedene Gemeinden mit dabei. Für mich persönlich war dieser Abend allerdings nicht ganz so einfach. Die Menschen waren teilweise schon deutlich alkoholisierter oder sehr im Stress, weil sie unbedingt noch in ein Zelt wollten. Dadurch habe ich die Atmosphäre als etwas herausfordernder empfunden. Trotzdem hatten Salome und ich einige gute, kurze Gespräche und konnten Menschen ermutigen und Dinge weitergeben.
Was ich an der Wiesn aber auch immer wieder spannend finde: Man trifft unglaublich viele Menschen – auch solche, die man nur von früher kennt oder die man schon lange nicht mehr gesehen hat.
Ich habe zum Beispiel jemanden getroffen, den ich bestimmt 20 Jahre nicht gesehen hatte. Als Kinder hatten wir immer zusammen gespielt, wenn ich bei meiner Oma in Mecklenburg-Vorpommern war. Wir haben uns erst eine ganze Weile unterhalten und darüber gesprochen, wer woher kommt und was wir inzwischen machen. Und irgendwann haben wir tatsächlich festgestellt: Wir kennen uns doch! 😄Genau das ist für mich auch etwas Schönes an der Wiesn: Man kommt schnell mit Menschen ins Gespräch und kann vieles miteinander teilen. Manchmal entstehen daraus richtig gute Freundschaften, manchmal trifft man alte Bekannte wieder und manchmal erlebt man einfach eine besondere Begegnung, mit der man überhaupt nicht gerechnet hätte.
So war Severin zum Beispiel am Mittwoch mit Hillsong unterwegs und hat dort zufällig einen Freund von uns getroffen, der in der Nähe von Bratislava lebt. Dieser war eigentlich nur für eine Nacht geschäftlich in München und wollte deshalb noch kurz über die Wiesn gehen – und genau in diesem Moment begegneten sie sich, während Severin dort beim Outreach war.
Deshalb kann ich nur sagen: Augen und Ohren offen halten! Wir wissen nie, welche Begegnungen Gott vorbereitet hat und welche Möglichkeiten sich gerade in einem ganz normalen Moment ergeben.
Denn natürlich gibt es auf der Wiesn auch Dinge, die schwierig sind – gerade den maßlosen Alkoholkonsum und alles, was daraus entstehen kann. Aber ich glaube, wir sollten deshalb nicht übersehen, dass es dort auch etwas gibt, das grundsätzlich gut ist: Gemeinschaft. Und genau das ist etwas, das Gott sich ausgedacht hat. Wir Menschen sind für Gemeinschaft geschaffen. Wir wollen miteinander unterwegs sein, feiern, reden, lachen, uns begegnen und Beziehungen leben.
Und vielleicht können wir genau dort als Christen einen Unterschied machen: mitten in dieser Geselligkeit Menschen begegnen, ihnen Gottes Liebe zeigen und ihnen erzählen, dass sie von Gott gesehen, geliebt und gewollt sind.
Auch die Armbänder sind dafür genial. Man kann sie selbst tragen, weitergeben und dadurch ganz unkompliziert das Evangelium teilen. Wer gerne welche haben möchte: Ich bringe demnächst welche mit in den Gottesdienst. Ihr könnt euch gerne welche mitnehmen und weiterverschenken.
Lasst uns einfach weiter Ausschau halten nach den Menschen, die Gott uns über den Weg schickt – und ihnen ganz praktisch seine Liebe zeigen. ❤️
Steffi Veits





