Thema „Siehe, ich mache alles neu!“
Der Himmel lachte und die Sonne strahlte als am Freitagnachmittag rund 40 Frauen von fast 16 Jahren bis 87 Jahren in Magnetsried anreisten. Das Frauenfreizeitteam hatte alles liebevoll vorbereitet: die herzliche Begrüßung in der Eingangshalle, die kunstvoll gebastelten Origami-Herzen in den Zimmern, sogar Schokolade gab es und einen gut durchdachten Ablaufplan mit vielen tollen Highlights. Nach dem fröhlichen Ankommen im saftig-grünen und blühenden Garten gab es erstmal eine Stärkung und fröhliche Gemeinschaft beim Abendessen.

Danach startete das Abendprogramm, zunächst mit wunderbarem Lobpreis, dann ging es um zwei beeindruckende Frauen aus der Bibel, um Abigail (1. Samuel, 25) und um Tamar, die Schwiegertochter Judas (Genesis, Kapitel 38).
Abigail faszinierte uns durch ihre kluge, diplomatische Art, durch die sie mit Mut und politischem Geschick zur Friedensstifterin wurde und mit Weisheit ein Blutvergießen verhinderte und den zukünftigen König David überzeugte, nicht im Affekt aus Zorn zu handeln.
Die Geschichte von Tamar flößte uns einerseits Unbehagen ein, zugleich staunten wir auch über sie, wie sie mutig und entschlossen für ihr Recht und die ihr versprochenen Nachkommen kämpfte. In Kleingruppen aufgeteilt hatte wir die Gelegenheit, uns differenziert, tiefergehend und persönlich mit den Bibelgeschichten zu befassen.
Der Freitagabend klang dann wahlweise im Stüberl in fröhlicher Gemeinschaft oder auch auf dem Zimmer aus.
Am Samstag starteten einige schon früh mit einer gemeinsamen Gebetszeit, spätestens um 08:00 Uhr trafen sich alle Frauen zum zeitigen Frühstück. Denn für die erste Gruppe ging es, mit köstlicher Brotzeit ausgestattet und auf Privat-PKWs verteilt, sogleich um 09:00 los und hinauf zum Walchensee, von wo aus der Herzogstand zu Fuß bestiegen wurde; einige weitere Frauen stießen dort noch aus München hinzu und verstärkten die sportliche Wandergruppe. Eine zweite Gruppe startete erst um 10:00 Uhr, um mit der Herzogstand-Bahn ebenfalls den Berg zu erklimmen. Von dort aus ging es zu Fuß weiter bis zum Berggasthaus Herzogstand, wo sich einige zur Pause bei bester Aussicht niederließen, andere liefen noch weiter bis zum Herzogstand-Gipfelkreuz, um den atemberaubenden Blick einerseits auf den Walchensee und andererseits auf den Kochelsee sowie den Staffel-, Rieg-, Starnberger-, Ammer- Wörth- und Pilsensee sowie die Osterseen zu bestaunen. Trotz des etwas unsicheren Wetters und sichtbaren Regenabgängen in der Nähe schenkte Gott der ganzen Frauengruppe einen gänzlich trockenen Berg-Tag. Für etliche Frauen war es sehr emotional und ein Durchbruch, mal wieder auf einen echten Berg gelangt zu sein, dank hilfsbereiter und liebevoll unterstützender Gemeinschaft konnte jede Frau, auch mit Geheinschränkungen, dabei sein. Wahlweise wurden die mitgebrachte Brotzeit oder diverse Hüttenschmankerl genossen oder auch beides 😊
Alle Frauen waren spätestens zum Abendessen wieder zurück in Magnetsried und freuten sich über die gewohnt schmackhafte Küche. Anschließend folgte ein intensiver Lobpreisabend, wir dankten und lobten Gott für den herrlichen Tag und die geisterfüllte liebevolle Gemeinschaft und beteten den allmächtigen Vater, Sohn und Heiligen Geist in Einheit an. Auch der zweite Abend klang mit Spielen, Bastelangeboten (z.B. Origami), Nähprojekten, Armbänderbasteln, weiterem frei improvisiertem Lobpreis und fröhlicher Gemeinschaft im Stüberl aus.
Am Sonntag konnte nochmal mit Frühgebet gestartet werden, bevor sich alle Frauen beim Frühstück stärkten. Es folgte ein gemeinsamer Gottesdienst mit Lobpreis, Anbetung und einem starken Predigtvortrag über erneut drei spannende Frauen aus der Bibel. Zuerst ging es um Dinah. Die Tochter Jakobs und Leas wurde in Sichem Opfer sexueller Gewalt durch den Sohn eines kanaanitischen Fürsten (1. Mose, 34). Sie besaß in den damaligen patriarchalen Strukturen keine Stimme und kommt auch in der Bibelgeschichte als Opfer von Gewalt und männlicher Macht kaum zu Wort.
Als zweites hörten wir die Geschichte von Judith, die in den Apokryphen steht. Im Unterschied zu Dina ist Judith keine passive Figur, sondern eine aktiv handelnde Heldin, die beindruckenden Mut, Entschlossenheit, weibliche Stärke, Klugheit und Gottvertrauen besitzt und ihr Volk mutig rettet. Als drittes ging es um die samaritanische „Frau am Brunnen“ (Johannes 4), die Kraft ihrer Herkunft, Vorgeschichte und ihres Geschlechts gesellschaftlich ausgegrenzt wurde, aber durch die persönliche Begegnung mit Jesus Würde und Stimme zurückbekommt. Diese drei starken Frauengeschichten wurden ergänzt durch drei aktuelle Zeugnisse von Frauen aus der Teilnehmerinnengruppe. Der Gottesdienst wurde durch gemeinsames Abendmahl und Gebet füreinander in kleinen Gruppen abgerundet und dem Segen beendet.
Es folgte nochmal ein gemeinsames köstliches Mittagessen und dann war die Frauenfreizeit auch schon wieder vorbei. Es war eine herrliche Zeit in wunderbarer Gemeinschaft vieler unterschiedlicher, einzigartiger Frauen. Insgesamt durften wir staunen, wie nah uns Gott an diesem Wochenende war und darüber hinaus sein möchte, was er an Durchbrüchen, Heilung und Erlebnissen schenkte und wie er etlichen Teilnehmerinnen Neues offenbarte und schenkte.
Ganz herzlichen Dank an das großartige Vorbereitungsteam, das diese ganz besondere, sehr gesegnete Zeit durch ein geniales Programm und mit viel Liebe für schöne Details ermöglicht hat!
Angelika Heyder